Gyrio’s Family Eines vorweg, uns Gyrio’s gibt’s nur im Dreierpack. Die Geschichte von uns Gyrio’s ist auch die Geschichte unserer Tochter Gyrolina. Gyrolina ist kein gewöhliches Kind, nein, sie ist etwas ganz besonderes. Schon vor der Geburt war klar, dass Gyrolina einen schweren Herzfehler haben wird und so gaben ihr die Ärtze eine Überlebenchance von nur 10%. Einen Monat vor dem errechneten Geburtstermin hatte es Gyrolina dann plötzlich “eilig” und so begaben wir uns wie vereinbart ins Frauenspital Basel. In Basel wurden alle Werte genaustens geprüft und der Transport ins Kinderspital Zürich vorbereitet. Nach einer einstündigen Fahrt mit mehreren Zwischenhalten (und Polizeieskorte !) erreichten wir gegen Mitternacht das Spital und wurden von einem hochprofessionellen Team herzich in Empfang genommen. Da die “Lage” zu diesem Zeitpunkt noch relativ ruhig war, entschied man sich, die Geburt auf den nächsten Tag hinauszuschieben. Am folgenden Tag zögerte man die Geburt mit wehenhämmenden Mitteln weiter hinaus, da alle erforderlichen Ärzte in Bern an einem Kongress waren. Gegen 15.00 Uhr wollte Gyrolina dann aber nicht mehr länger warten und so wurde alles für die Geburt vorbereitet. Wie durch ein Wunder standen um 16.00 Uhr sämtliche Ärzte am Start und so erblicke Gyrolina um 16.04 Uhr mit nur 2020 g das Licht der Welt. Zum Erstaunen aller Beteiligten war Gyrolina in besserer Verfassung als erwartet und so konnte sie sich im Brutkasten (mit Sauerstoff) von den Strapatzen der Geburt erholen. Lange konnte sie sich aber nicht erholen denn nach nur drei Tagen stand schon die erste von drei grossen Herzoperationen an. Obwohl unsere Tochter in den allerbesten Händen war, können keine Worte dieser Welt beschreiben, wie man sich in einem solchen Moment fühlt. Nach bangen Stunden erhielten wir endlich den erlösenden Anruf von Prof. René Prêtre, dass alles gut verlaufen sei und es Gyrolina gut gehe. Prof. René Prêtre würde im selben Jahr völlig zurecht zum Schweizer des Jahres 2009 gewählt, wir verdanken seinen goldenen Händen das Leben unserer Tochter ... herzlichen Dank ! Wieder konnte sich Gyrolina aber nicht lange ausruhen, denn schon nach drei Monaten stand die nächste grosse Operation auf dem Programm ... Dank dem hochprofessionellen Team um Prof. Prêtre und Gyrolina’s starkem Willen, überstand die kleine Bohne auch diese Operation. Nach einem Auf uns Ab auf der Intensivstation war Gyrolina irgendwann kräftig genug und konnte auf die wesentlich ruhigere Neonatologie-Abteilung wechseln. Auf der Neo lernten wir auch Schwester Christine kennen, mit welcher wir noch heute eng befreundet sind. Mit guter Pflege entwickelte sich Gyrolina prächtig und so durfte sie schon bald ein erstes mal für ein Wochenende mit nach Hause kommen. Nach ein paar Wochen war es dann soweit, Gyrolina durfte für längere Zeit mit nach Hause kommen. Da Gyrolina zu diesem Zeitpunkt noch auf “Sauerstoff” angewiesen war, war es eine recht anstrengende Zeit für uns, reichte eine Flasche Sauerstoff doch gerade mal für 3 Stunden, grössere Touren waren daher nicht möglich. Kaum hatten wir uns an unseren Sonnenschein (und den Sauerstoff) gewöhnt, stand mit 2 1/2 Jahren schon die nächste und zum Glück letzte geplante Operation auf dem Programm. Erneut vollbrachte Prof. Prêtre mit seinen Händen ein kleines Wunder und so überstand Gyrolina auch diese Operation gut. Nach mehreren Wochen mit Überwachung und Wundheilung konnten wir Gyrolina dann endlich “für immer” mit nach Hause nehmen. Heute ist Gyrolina ein fast “normales” Kind welchem man die Behinderung zum Glück nicht ansieht. Im besten Fall erreicht sie eine Lebensqualität von 95%, grosse körperliche Anstrengungen werden aber niemals möglich sein. Die Lange Zeit im Spital (fast die ganzen ersten 2 Jahre !) hat aber ihre Spuren hinterlassen und so ist Gyrolina um eben diese Zeit in der Entwicklung “hinterher”. Trotz des schwierigen Starts möchten wir unsere Gyrolina um keinen Preis der Welt mehr missen ! Wir danken allen Menschen die dazu beigetragen haben dass unsere Gyrolina ein fast normales Leben führen kann und gedenken Prof. Urs Bauersfeld (Kardiologe Kispi, gest. 2011). s’Gyrio’s im Juni 2012 Gyrolinas Start ins Leben in Bildern Zurück zu Gyrio’s Geocaching-Page